Vorbemerkung zu Finanzbegriffen

Wenn du in der Vergangenheit noch nicht so viel mit dem Thema Finanzen zu tun hattest, dann können dich diese ganzen neuen Finanzbegriffe schnell durcheinander bringen. Aus diesem Grund habe ich diesen Menüpunkt für dich erstellt. Hier möchte ich dir nämlich gerne einige relevante Finanzbegriffe kurz und knapp erläutern. Mit dieser Seite kannst du somit relativ schnell Finanzbegriffe nachschlagen, sollten dir diese nicht bekannt sein. Solltest du Fragen zu einem dieser Finanzbegriffe haben, oder einen Begriff hast, der hier nicht inkludiert ist, schreib mir. Ich werde diese hinzufügen 🙂

A

Unter Abschreibungen versteht man die Wertminderung von beispielsweise Immobilien. Mit Hilfe von Abschreibungen lassen sich die Herstellungskosten auf die übliche Nutzungsdauer des Gutes verteilen. Abschreibungen haben somit einen negativen Effekt auf den Gewinn, da sie als kalkulatorische Kosten das Ergebnis mindern. Genaueres findest du hier.

Eine Aktie ist eine Art der Geldanlage. Dabei handelt es sich um einen Vermögenswert, der bescheinigt, dass man Anteile an einem an der Börse notierten Unternehmen besitzt. Der Besitz einer Unternehmensaktie macht einen zum Anteilseigner und berechtigt zur Teilnahme an der Jahreshauptversammlung und der Dividende. Beispiele für Aktien sind Daimler, SAP, Microsoft, usw.. Die Aktie ist einer der wichtigsten Finanzbegriffe und sollte daher zwingend bekannt sein. Genaueres findest du hier.

Beim allgemeinen Marktrisiko handelt es sich um den Teil des Risikos, welcher kaum bis gar nicht reduziert werden kann. Das allgemeine Marktrisiko sorgt nämlich dafür, dass es zu einem insgesamten Kursrückgang der Märkte kommen kann, ohne dass ein einzelner Unternehmenswert dafür verantwortlich gemacht werden kann. Eine Diversifikation kann somit dieses allgemeine Marktrisiko nicht reduzieren.

Ein Anleihe wird oft auch als Schuldverschreibung bezeichnet. Hierbei gewährt der Anleger dem Schuldverschreibenden einen langfristigen Kredit, welcher nach einer bestimmten Laufzeit zurückgezahlt werden muss. Für das Gewähren des Kredits erhält der Anleger als Kompensation einen im Voraus vereinbarten Zins. Solche Schuldverschreibungen können auch von Staaten durchgeführt werden. Genaueres findest du hier.

Bei einem Annuitätendarlehen handelt es sich um eine Art Darlehen, bei welchem die monatlichen Rückzahlungsraten über die Laufzeit des Darlehensvertrags konstant bleiben. Das Annuitätendarlehen ist bei der Baufinanzierung die am meisten genutzte Darlehensform, da mit ihr, aufgrund gleichbleibender Raten, eine gewisse Planungssicherheit einhergeht. Weitere Darlehensarten sind beispielsweise das Fälligkeitsdarlehen oder auch das Ratentilgungsdarlehen. Genaueres findest du hier.

Ein Anteilseigner (engl. Shareholder) ist jeder, der Anteile an einer Kapitalgesellschaft hält. Besitzt man beispielsweise Aktien eines börsennotierten Unternehmens (z.B. Coca Cola), so ist man Anteilseigner dieses Unternehmens. Oft wird dazu auch Aktionär (Besitzer von Aktien) gesagt.

Bei Kapitalanlagen, welche Dividenden ausschütten (z.B. ETF’s oder Investmentfonds), besteht die Auswahl an Produkten, welche diese Dividende auszahlen oder sie direkt wieder anlegen. Bei einer Auszahlung dieser Dividende spricht man von einem ausschüttenden Anlageprodukt. Wird die Dividende direkt wieder angelegt, so spricht man von einem thesaurierenden Anlageprodukt. Genaueres findest du hier.

B

Ein Bausparvertrag ist ein Finanzprodukt von Bausparkassen. Dieser Bausparvertrag soll es Anlegern ermöglichen in Zukunft einen höheren Kredit zur Finanzierung eines Immobilienkaufs erhalten zu können. Der Bausparvertrag unterteilt sich in zwei Phasen. In der ersten wird Geld in diesen Bausparvertrag eingezahlt und in der zweiten Phase erhält man bei Erfüllung der Voraussetzungen die Darlehenssumme ausgezahlt. Genaueres findest du hier.

Bei Bitcoin handelt es sich um eine Kryptowährung. Bitcoin ist ein Zahlungsmittel, welches rein digital aus Computercodes besteht. Dieses digitale Zahlungsmittel ermöglicht es Transaktionen direkt zwischen zwei Personen, ohne zwischengeschaltete Banken, durchzuführen. Genaueres findest du hier.

Bei einer Börse handelt es sich um einen Handelsplatz, an welchem Waren wie Rohstoffe, Wertpapiere, Devisen oder auch Derivate gehandelt werden. Weltweit gibt es über 50 große Börsen, welche alle entsprechend reguliert sind um einen sicheren Handelsplatz gewährleisten zu können. Genaueres findest du hier.

Bei einem Broker handelt es sich um eine Art Börsenmakler, welcher uns den Handel mit Wertpapieren ermöglicht. Neben traditionellen Brokern wie der eigenen Hausbank, stehen immer mehr Onlinebroker wie Trade Republic, Etoro oder auch Scalable zur Verfügung. Genaueres findest du hier.

C

D

Ein Darlehen, oft auch Kredit genannt, ist ein Vertrag, bei welchem der Darlehensgeber (i.d.R. Banken) dem Darlehensnehmer einen gewissen Betrag überlässt. Dies könnte beispielsweise beim Erwerb einer Immobilie der Fall sein. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich dazu diesen Betrag, im Laufe einer vereinbarten Zeit, mit einem Darlehenszins zurückzuzahlen. Genaueres findest du hier.

Der DAX (Deutsche Aktienindex) ist der bekannteste und bedeutendste deutsche Aktienindex. Dieser setzt sich zusammen aus den 30 größten deutschen Unternehmen. Die Auswahl dieser Unternehmen ist von der Marktkapitalisierung und der Liquidität des Unternehmens abhängig. Darunter zählen aktuell Aktiengesellschaften wie SAP, Daimler oder auch die BASF. Genaueres findest du hier.

Wie das Wort Daytrading an sich bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um das Handeln von Wertpapieren, Rohstoffen, etc. mit einer sehr geringen Haltedauer. Beim Daytrading werden getätigte Trades in der Regel wieder am selben Tag geschlossen. Da in diesem Fall mit geringen Schwankungen Geld verdient werden muss, verwendet man beim Daytrading für gewöhnlich Hebelprodukte.  Genaueres findest du hier.

Unter Deflation versteht man den allgemeinen Rückgang des Preisniveaus. Aufgrund eines steigenden Angebots und sinkender Nachfrage sinken die Güterpreise. Das hat zur Ursache, dass man sich bei anhaltender Deflation mit einem Euro immer mehr leisten kann. Das Pendant hierzu ist die Inflation. Genaueres findest du hier.

Bei einem Depot handelt es sich im Grunde um ein Konto für Wertpapiere. In diesem können Wertpapiere wie Aktien, ETF’s oder auch Anleihen aufbewahrt werden. Ein solches Wertpapierdepot wird für den Handel und den Besitz von Wertpapieren zwingend benötigt. Genaueres findest du hier.

In der Finanzwirtschaft versteht man unter Diversifikation die Streuung der Investment in ihrer Anlageklasse, Anlageregion, Anlagebranche und ihrem Anlagezeitraum. Diversifikation sorgt für eine Minimierung des Risikos einer Anlage. Verluste bei einer Anlage können so von anderen Anlagen ausgeglichen werden. Genaueres findest du hier.

Unternehmen, welche an der Börse notiert sind (Aktiengesellschaften) haben die Möglichkeit den im Vorjahr erwirtschafteten Gewinn an ihre Aktionäre auszuschütten. Diese Gewinnausschüttung wird in der Finanzwirtschaft als Dividende bezeichnet und ihre Höhe wird bei der Jahreshauptversammlung durch die Aktionäre beschlossen. Genaueres findest du hier.

E

Beim Eigenkapital handelt es sich um den Anteil des Gesamtkapitals, welcher aus den eigenen finanziellen Mitteln besteht. Das Eigenkapital errechnet sich somit aus dem Gesamtkapital abzüglich des Fremdkapitals. Das Eigenkapital spielt eine elementare Rolle bei der Finanzierung eines Unternehmens.

Ein ETF ist eine der beliebtesten Arten der Geldanlage. Die Abkürzung ETF steht für „Exchange Traded Fund“. Dabei handelt es sich um einen an der Börse gehandelten Indexfonds, welcher einen Aktienindex wie den MSCI World oder den S&P 500 nachbildet. Im Gegensatz zu traditionellen Fonds sind ETF’s kostengünstiger, da sie keinen Fondsmanager beschäftigen sondern automatisiert den entsprechenden Aktienindex nachbilden. Genaueres findest du hier.

Bei Ethereum handelt es sich, genauso wie bei Bitcoin, um ein digitales Zahlungsmittel, welches aus Computercodes und nicht aus physischen Münzen oder Scheinen besteht.

F

Beim Fremdkapital handelt es sich um den Anteil des Gesamtkapitals, welcher aus den fremden finanziellen Mitteln besteht. Das Fremdkapital errechnet sich somit aus dem Gesamtkapital abzüglich des Eigenkapitals. Fremdkapital wird in der Regel aufgenommen um größere Investitionen wie den Kauf einer Immobilien finanzieren zu können.

G

H

Zur Vielzahl an Finanzprodukten werden auch sogenannte Hebelprodukte gezählt. Bei Hebelprodukten handelt es sich Anlagemöglichkeiten, welche nur für wirklich erfahrene Anleger gedacht sind, da Kursveränderungen multipliziert mit einem bestimmten Hebel stattfinden. Steigt der Kurs beispielsweise um 2%, so würde das bei einem 10-fachen Hebel einen Kursanstieg von 20% bedeuten. Jedoch trifft das selbe auch im negativen Fall genauso zu. Statt 2% Verlust würde man dann 20% Verlust verbuchen.

I

Bei der Inflation handelt es sich um einen Rückgang der Kaufkraft aufgrund eines steigenden Preisniveaus der Güter. Die Inflation sorgt somit, umgekehrt wie ihr Gegenstück (Deflation), dafür, dass man sich bei anhaltender Inflation mit einem Euro immer weniger leisten kann, da Preise stetig steigen. Genaueres findest du hier.

Ein Investment, auch Finanzanlage genannt, meint in der Finanzwirtschaft für gewöhnlich Maßnahmen, welche getätigt werden, damit sich das eingesetzte Kapital selbständig vermehrt. Das Geld wird dabei beispielsweise in Unternehmensanteile (Aktien), Immobilien, oder auch Anleihen angelegt. Genaueres findest du hier.

Bei einem Investmentfonds handelt es sich um eine Art der Geldanlage. Ein Investmentfonds besitzt einen Fondsmanager, welcher Gelder von Anlegern sammelt um diese dann an den Finanzmärkten anzulegen. Ein solcher Fonds beinhaltet in der Regel eine Vielzahl an unterschiedlichen Produkten (z.B. Aktien von Apple, Daimler oder Roche). Genaueres findest du hier.

J

K

Bei Kryptowährungen handelt es sich um eine moderne Art von Zahlungsmitteln, welche ausschließlich digital existieren und kryptographisch verschlüsselt sind. Diese kryptographische Verschlüsselung soll das Zahlungssystem gegen Cyberkriminalität absichern. Die bekanntesten Kryptowährung sind Bitcoin, Ethereum oder auch Ripple. Genaueres findest du hier.

L

Unter Liquidität versteht man in der Finanzwirtschaft die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens bzw. einer Privatperson. Somit gibt die Liquidität eine Aussage darüber, ob ein Unternehmen oder eine Privatperson in der Lage dazu ist seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Das Gegenteil von Liquidität wäre die Illiquidität (Zahlungsunfähigkeit). 

M

Bei der Marktkapitalisierung handelt es sich um einen rechnerischen Wert, welcher oft auch als Unternehmenswert bezeichnet wird. Die Marktkapitalisierung multipliziert den aktuellen Aktienkurs mit der Anzahl der sich im Umlauf befindenden Anteilen (Aktien) eines Unternehmens (Aktienkurs x Aktien im Umlauf). Eine hohe Marktkapitalisierung bedeutet, dass die Aktie stark nachgefragt ist und somit eine hohe Liquidität aufweist.

N

O

P

Als Portfolio versteht man die Gesamtheit aller Anlageprodukte, welche eine Person oder ein Unternehmen besitzt. Darunter fallen Anlageprodukte wie Immobilien, Wertpapiere oder auch Rohstoffe.

Q

R

Erwirtschaftet eine Kapitalanlage Gewinne, so wird dieser auch als Rendite bezeichnet. Unter Rendite versteht man demnach den prozentual erwirtschafteten Gewinn über einen bestimmten Zeitraum im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

In der Finanzwirtschaft steht einer Investition in der Regel immer ein gewisses Risiko gegenüber. Betrachtet man beispielsweise den Verlauf eines Aktienkurses, so bezeichnet das Risiko in diesem Fall einen möglichen Kursrückgang. Hier kann zusätzlich noch nach dem allgemeinen Marktrisiko oder nach dem unternehmensspezifischen Risiko differenziert werden. 

S

T

Bei Kapitalanlagen, welche Dividenden ausschütten (z.B. ETF’s oder Investmentfonds), besteht die Auswahl an Produkten, welche diese Dividende auszahlen oder sie direkt wieder anlegen. Bei einer direkten Wiederanlage spricht man von einem thesaurierenden Anlageprodukt. Die direkte Wiederanlage ermöglicht einen „Zinseszinseffekt“ der Dividenden. Wird die Dividende ausgezahlt, so spricht man von einem ausschüttenden Anlageprodukt. Genaueres findest du hier.

U

Beim unternehmensspezifischen Risiko handelt es sich um den Teil des Risikos, welcher durch Diversifikation reduziert werden kann. Das unternehmensspezifische Risiko sorgt nämlich dafür, dass es zu einem Kursrückgang kommen kann, welcher als Ursache nicht eine insgesamte Marktbewegung hat, sondern auf einzelne Unternehmenswerte zurückzuführen ist. Durch intelligente Streuung der Investments kann dieses Risiko stark reduziert werden.

V

Bei vermögenswirksamen Leistungen handelt es sich um Geldzuwendungen seitens des Arbeitgebers. Diese Gelder werden dem Arbeitnehmer nicht ausgezahlt, sondern direkt auf einen vom Staat geförderten Sparvertrag eingezahlt. Dabei kann es sich beispielsweise um einen Bausparvertrag handeln. Diese Zuwendungen werden nur zur Vermögensbildung gezahlt. Wird keine der vom Staat unterstützen Varianten der Vermögensbildung gewählt, so hat man auch keinen Anspruch auf vermögenswirksame Leistungen.

Die Volatilität drückt aus, um wieviel Prozent die Kapitalanlage um den eigentlichen Mittelwert schwankt. Die Volatilität wird auch oft als „Risiko“ bezeichnet. Eine geringe Volatilität würde bedeuten, dass die Werte nah um den Mittelwert verteilt sind wohingegen bei einer hohen Volatilität diese weiter entfernt vom Mittelwert liegen. Genaueres findest du hier.

W

Ein Wallet ist ein Instrument, welches beim Handel von Kryptowährungen benötigt wird. Dabei handelt es sich um einen digitalen Geldbeutel, in welchem Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum aufbewahrt werden. Ein solches Wallet ist einzigartig und wird bei der Transaktion von digitalen Währungen benötigt. Genaueres findest du hier.

Bei Werbungskosten handelt es sich um jegliche Kosten, welche bei der Erzielung von zusätzlichem Einkommen entstehen. Beispiele dafür können Zinsaufwendungen für einen Kredit sein, wenn die Immobilie als Kapitalanlage erworben wurde. Aber auch beim täglichen Fahrtweg zur Arbeit handelt es sich um Werbungskosten, welcher bei der Steuererklärung abgesetzt werden kann.

Wie der Name bereits sagt, hat es sich ursprünglich bei Wertpapieren um Papiere gehandelt, welche einen gewissen verbrieften Wert hatten. Die bekanntesten dabei sind Aktien, Anleihen, Optionsscheine, ETF’s, Fonds oder auch Zertifikate. Dieses Papier beurkundete somit beispielsweise den Teilbesitz eines Unternehmens. Heutzutage erhält man kein physischen Wertpapier mehr. 

X

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Unter einem Zins versteht man einen Betrag, prozentual oder auch absolut, welcher für die Überlassung von fremden Geld gewährt wird. Als Privatperson kann unterschieden werden zwischen Darlehens– und Guthabenzins. Beim Darlehenszins zahlt man einen gewissen Zins dafür, dass man sich fremdes Geld geliehen hat. Beim Guthabenzins erhält man einen Zins für Einlagen bei der Bank.

Beim Zinseszinseffekt handelt es sich um einen Effekt welcher entsteht, wenn Zinses direkt reinvestiert werden. Dadurch wird ermöglicht, dass der erwirtschaftete Zins selbst verzinst wird. Das entspricht einer Verzinsung der in der vorangegangenen Zinsperiode erwirtschafteten Zinsen. Durch diesen Zinseszinseffekt entsteht ein exponentielles Wachstum des Vermögens. Genaueres findest du hier.